Leishmaniose

Leishmaniose ist eine reine Infektionskrankheit, die durch die Sandmücke, in meist südlichen Ländern, übertragen wird. Durch die Klimaerwärmung findet man diese Unterart der Schmetterlingsmücke auch vereinzelt in Deutschland. Das Infektionsrisiko wird derzeit noch, als sehr gering eingestuft.

Da die Übertragung NUR über Blut erfolgt, ist es durchaus möglich das es bei einer Beißerei zwischen Hunden, aber auch von Hund zu Mensch oder anders herum zu einer Infektion kommen kann.

Die Leishmanien setzen sich in die Fresszellen (Makrophagen) des Hundes an und gelangen so in den gesamten Körper. Besetzen dann Organe und den Blutkreislauf und verursachen so Entzündungen im gesamten Körper.

 

Eine Infektion kann sich über Monate oder sogar Jahre bedeckt halten, die Hunde sind dann zwar infiziert haben aber bereits Antikörper gebildet, sodass die Erkrankung erst zu einem späteren Zeitpunkt ausbricht.

Folgende Symptome sind dabei zu beachten:

-          Symmetrischer Haarausfall

-          Geschwollene Lymphknoten

-          Empfindlicher Bauchbereich

-          Schuppige Hautausschläge (meist Nasen-, Augen-, Ohrenbereich)

-          Nasenbluten

-          Starker Krallenwuchs

-          Blutiger Kotabsatz

-          Gewichtsverlust

-          Apathie und Lethargie

-          Entzündung beteiligter Organe, der Haut, Muskeln, Gefäße (Leber, Niere, aber auch Knochenmarksentzündung, ect.)

Sollten Sie einiger diese Symptome bei Ihrem Hund feststellen, sollten Sie Ihren vierbeinigen Liebling bei Ihrem Tierarzt vorstellen. Allein die Symptome sind für eine Diagnose zu schwammig, allerdings kann durch entsprechende Blutproben und  Gewebeproben eine sichere Diagnose gestellt werden und der Hund kann bei rechtzeitiger Diagnosestellung medikamentös eingestellt werden.

Wenn keine Diagnose gestellt wird oder die Behandlung nicht stattfindet liegt die Mortalitätsrate bei über 90% im ersten Jahr.

Die Hunde leiden dann meist an Nierenversagen oder eine Niereninsuffizienz und sind kaum noch zu retten.

Mit der entsprechenden medikamentösen Einstellung und einer eiweißarmen Diät können die Symptome gelindert werden. Die Wahrscheinlichkeit das der Hund geheilt werden kann ist sehr gering. Es kann auch zu erneuten Ausbrüchen kommen, allerdings kann ein erkrankter Hund mit einer guten und rechtzeitigen Behandlung noch ein würdiges Leben führen.

Leishmaniose ist eine vielfältige und tückische Infektion, man sollte sich nicht davor fürchten, aber man sollte einen gewissen Respekt davor haben. Außerdem sollten Sie sich vorher genau informieren über entstehende Kosten, Diätpläne, Erfahrungsberichte von betroffenen Hunden, man bekommt viele gute Tipps und Ratschläge von spezialisierten Tierärzten, aber auch von Familien mit betroffenen Hunden.

Es gibt mittlerweile Futterkuren für erkrankte Hunde mit vielen guten Resonanzen.

Wichtig für den betroffenen Hund ist es Liebe und Zuneigung zu bekommen, regelmäßiges Futter und einen eigenen Schlafplatz. Der Hund muss sich wohl fühlen, sich erholen und sein Immunsystem muss sich wieder stabilisieren können. Nur ein stabiler Hund hat die Kraft und den Willen zu genesen.

Falls man vor hat in südeuropäische Ländern Urlaub mit dem Hund zu machen, sollte man sich genau mit dem Tierarzt seines Vertrauens zusammensetzen. Gefährdete Gebiete sind die südlichen Mittelmeerräume, besonders Mallorca, Sizilien, Andalusien und Zentral- und Süditalien.

Es gibt Spot-ons, Halsbänder und auch eine Impfung gegen Leishmaniose. Die Erfahrungsberichte in diesem Bereich sind jedoch noch sehr gering, der beste Schutz ist und bleibt wohl in den Sommermonaten nicht mit dem Vierbeiner in solche Gebiete zu verreisen. So vermeidet man Stress für Hund und Mensch, die Kosten für Vor-und Nachuntersuchungen und unnötige Chemiekeulen für den Hund.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Seite.